Ausstellung steht – bis auf Kleinigkeiten bin ich mit den Vorbereitungen fertig. Entweder hab ich total am Thema vorbei gearbeitet oder Information hat dann doch viel mit Menschen zu tun. Es ist jedenfalls kein einziges Bild entstanden auf dem keiner drauf ist. Hier vorab eine Zusammenstellung der Gesichter, die bei der Arbeit an dem Thema entstanden sind. Ich freue mich jetzt auf die Ausstellung am 23.11 und bin gespannt wie das aussieht, wenn alle unsere Arbeiten hängen und stehen. (DVB)
Wie der Manfred, stelle auch ich fest, es sind nurnoch zwei Wochen bis zur Ausstellung. “Wir” sind im Endspurt! Zur Zeit verbringe ich jeden Abend im Atelier. Nur an den Wochenenden nehme ich mir eine Auszeit. Jetzt wird gehämmert, geschraubt, gesägt und gepinselt was das Zeug hält. Schließlich, brauchen meine Ausstellungsstücke gute Ständer. Um dem Betrachter meines QR-Codes aus LEGO-Bausteinen eine 1 bis 3dimensionale Perspektive zu verschaffen, musste ich mir schon was einfallen lassen. Das Objekt muss im Ständer in der horizontalen und vertikalen Lage veränderbar sein. In der Auseinandersetzung mit dem Thema Information und meinen Exponaten dazu, habe ich immer wieder das Gefühl dem Betrachter wiederrum das Gefühl geben zu können, in eine “4.Dimension” abzutauchen. Einen Einstieg in mystische Parallelwelten. Wie in der Computerspiel Serie “MYST”. Wer würde schon vermuten, dass hinter dem horizontal aufgestelltem LEGO-Modell, in welcher eigentlich nur die 3dimensionale Form in Höhe-Breite und Tiefe sichtbar wird, noch eine zusätzliche Information versteckt ist. Oder der Betrachter des Objektes mit der Weltkugel im Nebenraum von anderen betrachtet werden kann, aus einer Perspektive, wie von einem anderen Stern. Für mich eine Art “4.Dimension”. Wir sind doch sooooo blind!!!!
Ich hoffe, zur Ausstellung werden mir viele Fragen gestellt, damit ich sie aus “meiner Perspektive” beantworten kann. Vielleicht kann sich dann auch ein “Normalo” die Vorstellung machen, wie es in meinem Kopf aussehen könnte. Wie es ist, die meisten Stunden des Tages, neben den der Wahrnehmung im Jetzt und Hier, noch eine zusätzliche Bilderflut mit dem “inneren Auge” zu sehen und zu verarbeiten. Bisher kenne ich nur einen Menschen, der sich das vorstellen kann (I.-W.K).
Und sollte es mit der “Kunst” nicht klappen, dann taugt der Manfred wenigstens als Postbeamter, hihi…






Zusammenarbeit geglückt! Dirk’s Technik und Meine passen einfach zusammen. Für mich ist schon jetzt die Gruppe11 eine wertvolle Bereicherung und es macht spass!
Was bleibt vom Original am Ende noch übrig? Wann ist Information = Overload? Vom Ursprung bleibt fast nichts mehr übrig und es ist trotzdem geil! In unserer Ausstellung dann in voller Größe zu sehen. Freue mich darauf. LG, Horst
Letzten Mittwoch saßen wir als Gruppe11 einmal mehr zusammen um über Presseinhalte und Abläufe zur Ausstellung im November zu diskutieren. Natürlich verteilten sich dabei einmal mehr Informationen als “kontaminierte Schallwellen” im Raum. Eine Information war für aber dabei, die für mich ökologisch, ökonomischund geistig. also biologisch abbaubau war. Dirk warf eine Erklärung des Begriffs “Information” in den Raum. Information sei (in etwa) das Bindeglied zwischen Materie und Bewusstssein. Ist es so? Warum müssen wir Menschen immer nur denken, die Dinge etxistieren nur, weil wir sie mit unserem “Bewusstsein” erkennen. Toll! Wie viele Menschen haben überhaupt ein “Bewusstsein”? Die Sonne geht für jedes Tier dieses Planeten jeden Morgen auf, obwohl sie nicht wissen, dass dies die Sonne ist. Die Sonne ist da und die Informationen sind auch da! Auch wenn beides nicht unser Bewusstsein tangiert. Allein in und auf unserem eigenen Körper befinden sich so viele Informationen, die ausgetauscht, kopiert und weitergeleitet werden. Allein meine ganzen “Lebenserhaltenen Maßnahmen” oder der Stoffwechsel, oder das “Biotop” Henry funktioneren ohne einen bewussten Gedanken daran zu verschwenden. Die Werbe- und Einkaufspsyschologen nutzen gezielt unbewwusst wahr genommene Informationen um unser Medien- und Einkaufsverhalten erfolgreich zu steuern. Also, wer hat eine andere Idee, was Informationen sind. Für mich bleibt die ganz simple Definition, die ich in der Schule gelernt habe: Informationen sind der Daten, die zwischen Sender und Empfänger entweder simplex, duplex oder nonverbal (Gestik, Mimik) ausgetauscht werden. Informationen sind für mich gleich Daten. Diese wiederum, existieren Exorbitant in Raum und Zeit.
Meine Frage nach der “Beobachtung aus dem All” nimmt immer mehr Gestalt an. Die kreative Umsetzung dieser Frage schein zu funktioneren. Das projizieren des Bildes auf einen schwarzen Würfel, der mit weißen Flecken besprüht wurde erwecht den Eindruck einer räumlichen Tiefe. Nun habe noch Glitzerstaub aus dem Kindergarten zwischen den weißen Flecken verteilt. Das sieht nun so cool aus. Als würden die “Sterne”, der Raum sich bewegen. Als wäre da “Leben”. Wenn der Betrachter sich davor bewegt, hat er den Eindruck, das All sendet Informationen an ihn. Super!
Ich habe auch noch ein zweites Foto mit in diesen Blog gestellt um die Möglichkeiten der einfachen Fotografie zu unterstreichen. Das Motiv ist dabei meist die Kunst. Die Fotografie gibt viel Raum für Informationen.

Alles für die Ausstellung getan, aber wie so oft an der Werbung für die Vernissage “gespart”. Da die Werke bis Januar 2012 noch hängen, ist es nicht zu spät, sie noch zu betrachten.
Nackte Fakten:Im Rahmen des Ausstelungszyklus der Künstlergruppe Akzente im Haus Tobias, Stenglinstr.7, Augsburg, zu deren Öffnungszeiten. Bwesondersa gefreut hat mich was die Laudatorin Kerstin Thieler-Küchle (Künstlerin und Galeristin) über meine Werke vorgetragen hat:
Horst Gatscher ist der Photograph unter den Malern – oder der Maler unter den Photographen. Er arbeitet ausschließlich analog das heißt, er benutzt noch echte Farbfilme. Die photographierten Ausschnitte bearbeitet er nicht mehr, sie zeigen den Jetzt-Zustand, seine Bilder entstehen durch das Entdecken und Auswählen des Motivs.
Seine Motive sind vielfältig – man sieht Pflanzliches, wie Flowerpower oder Big Bang, man sieht einen Straßenzug, wie Citylimits oder ein Portrait, wie Weites Land. Und man entdeckt Lichtspuren, den Tanz der Moleküle. Alle Photographien hat Horst Gatscher wiederum photographisch mit Luftpolsterfolie bedeckt. Dadurch durchbricht er die Schärfe der Realität und gibt seinen Bildern eine fast spürbare Oberfläche, die man abtasten möchte. Er schafft eine virtuelle Drei-Dimensionalität und ermöglicht so neue Assoziationen für den Betrachter.
Endlich gefunden: die Ureinheit der Information, 565 mm lang, Durchmesser 55 mm, massiv. Man kann diese Einheiten einsammeln, wie sie endlos vom Himmel regnen, und in immer schwerer werdenden Säcken mit sich herumschleppen. Sie eignen sich gut dazu, sie sich gegenseitig um die Ohren zu schlagen, überhaupt für jede Art der Auseinandersetzung. Man kann sie anderen zwischen die Beine werfen, sie vor dem Kopf tragen, sie prophetisch in die Höhe halten, sie als Zeichen der Überlegenheit wie ein Zepter präsentieren, herrliche Muster und Weltbilder daraus bauen oder sie weit von sich werfen… endlich gefunden…
Moderner Technik haben wir zu verdanken, dass wir bis weit ins Innere der Materie schauen können. Die, um ein vielfaches vergrößerte Bilder schaffen den Eindruck komplexer Welten. Nur mikroskopisch klein. Aber wir können bis weit ins Weltall hinaus schauen. In die unendliche Weiten des Macros. Schon lange beschäftigt mich die Frage, wenn wir so weit, bis in andere Galaxien beobachten können, besteht dann nicht auch die Möglichkeit, das wir beobachtet werden? Wir sehen, wie klein Leben sein kann. Wie groß kann das Leben dann auch sein? Sind wir vielleicht nur ein kleines Teil eines riesigen noch komplexeren Systems? Wer kann das sagen? Ich, als gläubiger Mensch habe meine eigene Vorstellung dazu. Mit meinen “Informationen im Orbit” möchte ich nicht nur meiner Vorstellung der Ausbreitung von Informationen in Raum und Zeit ausdruck geben, sondern auch der Frage, ob wir aus dem All beobachtet werden nach gehen. Es ist somit nicht nur ein 3dimensionales Bild, sondern auch ein multimediales Werk. Big Aliens are watching us!
Jetzt kommt das eigentliche Experiment. Wenn ich das 3dimensionale LEGO-Bauwerk von oben betrachte n´minimiert sich meine Wahrnehmung auf eine 1dimensionale Ansicht. Für den Betrachter ist der QR-Code wieder erkennbar geworden. Erkennt ihn aber auch ein QR-Code Scanner? Ich habe es gleich heute Früh vor meine Kolleginnen ausprobiert. Ich will es selbst kaum glauben, aber es funktioniert. der Scanner hat das Gebilde erkannt und mich auf die “eigentliche Information” verwiesen.
Nächster Schritt, das LEGO-Bauwerk von oben zu fotografieren, ausdrucken und schauen, ob nun der QR-Code Scanner nicht darin ein LEGO-Bauwerk erkennt, sondern den ursprünglichen QR-Code und mich auf die gewünschte Information verweist. Auch dies funktioniert tatsächlich. Der Scanner braucht zwar mehr Zeit, doch er erkennt den Code. Wer ein Smart-Phone besitzt und einen QR-Code Scanner als App instaliert hat, kann es gleich mal ausprobieren. Wenn ich diesen Blogeintrag freigegeben habe, probiere ich es auch gleich noch einmal.
Was fange ich nun mit diesem gelungenem Experiment? Welche Erkenntnisse gewinne ich daraus? Eigentlich genial, wie versteckt Informationen sein können. Wie sie sich verändern oder überdecken. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir längst nicht verstehen. Nun muss ich erst einmal darüber Grübeln und Resümieren. Wer Lust und Zeit hat, kann sich die Sachen nicht nur im Original am Tag unserer Ausstellung am 23.November 2011 ab 19:30 Uhr anschauen, sondern auch ganz eigene Gedanken dazu von sich lassen. Den Abend werde ich sehr gesprächsbereit sein.
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